In der Rheumatologie ist Chlamydia trachomatis bedeutsam als Auslöser der Chlamydien-induzierten Arthritis, einer Erkrankung aus der Gruppe der sogenannten infektreaktiven Arthritiden. Nach einer Infektion kommt es dabei zu den entsprechenden Symptomen, die dann abklingen. Nach einem beschwerdefreien Zeitraum von einer bis mehreren Wochen tritt dann eine Gelenkentzündung auf. Oft ist die eigentliche Infektion so beschwerdearm oder ganz ohne Symptome verlaufen, dass der Patient sie gar nicht bemerkt hat und auch keinen Zusammenhang zu der vorher abgelaufenen Chlamydieninfektion herstellt.

Unter Rheuma fassen Therapeuten mittlerweile 400 verschiedene Erkrankungen zusammen, die durch Entzündungen hervorgerufen werden. Rheumatische Erkrankungen beschränken sich zudem nicht allein auf den Bewegungsapparat. Fast alle Organe können von einer entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen werden.